Mach aus deiner Geschichte eine Traumschiff-Geschichte

Niemand schaut Traumschiff?

Früher habe ich jedem erzählt, dass ich „Das Traumschiff“ nur wegen der schönen Landschaften schaue. Auch der Ableger „Kreuzfahrt ins Glück“ hat mir bis vor kurzem eher neue Urlaubsziele eröffnet als eine bzw. mehrere Geschichten erzählt. Aber seien wir ehrlich – die Storys waren keine Glanzleistungen!

Groschen-Roman à la Rademann

Unter der Leitung des verstorbenen Wolfgang Rademann waren die Geschichten leider wirklich auf erbärmlichen Groschen-Roman-Niveau. Die Story wurde mehrfach kopiert, teilweise mit gleichen Schauspielern besetzt und mündeten in gestellten, unrealistischen Dialogen. Für Freunde der leichten Kost war das sicher ein Genuß nach Plan. Manchmal hatte ich das Gefühl, die Schauspieler wollten eine Kreuzfahrt machen und arbeiteten unter ihrem Niveau, nur um auf dem Schiff zu sein.

Dann kam der Wandel. Meinem Gefühl nach wurden die Geschichten plötzlich spannender, die Charaktere dreidimensionaler und nichts mehr vorhersehbar. Bei Kreuzfahrt ins Glück waren es auf einmal nicht mehr drei sondern nur noch zwei Paare – dafür spürte ich aber den Spirit von echten Storys.

Schriftsteller und Traumschiff

Wenn man jetzt Wikipedia vertrauen darf, dann gibt es ein Autorenteam, die für die Traumschiff-Crew arbeiten, die sicher auch jetzt spannende und interessante Geschichten schreiben. Ich finde die Leistung echt super und hatte dann eine geniale Idee dazu.
Alle Schriftsteller schreiben immer wieder Geschichten für die Schublade, Ich alleine habe einige Ideen, an denen ich arbeite, wo ich nicht weiß, ob und wann ich diese jemals veröffentliche. Aber sie sind genial. Warum stellen wir diese nicht für das Traumschiff zur Verfügung?

Eine Geschichte „vertraumschiffen“

Unsere Geschichten, die wir im Regelfall erfinden, spielen selten auf einem Kreuzfahrtschiff. Das wäre schon ein ganz großer Zufall. Das heißt, wir müssen schauen, ob die Geschichte auch das was taugt, wo das Traumschiff spielt: auf einem Kreuzfahrtschiff und in den Reisezielen irgendwo auf der Welt.

Ich habe dazu mal zwei meiner „Jugendsünden“ tauglich für das Traumschiff gemacht, damit ich zeigen kann, wie ich mir das vorstelle.

Abifahrt nach Australien

(Lesen?)

Worum geht es? Ein Teil einer Abiklasse verbringt ihre Abschlussfahrt im australischen Busch. Es sind ungefähr zehn Jungs oder Mädels, die ihre Schulzeit und das Miteinander aufarbeiten.

Die Bühne ist Australien und eine Farm. Das alleine macht die Geschichte so interessant für den Leser. Es ist dort andersartig, aber wenn man das weglässt, handelt es sich hauptsächlich um Schicksale von jungen Menschen, die erwachsen werden wollen.

Machen wir also für den Handlungsort einen Kompromiss und verlegen einen Teil der Story auf das Schiff und Teile aber auch auf einen Landausflug in das Outback Australiens.

Die Zu- und Abneigungen der Jugendlichen in Verbindung mit Machkämpfen um Mädchen oder Jungs brauchen nicht zwingend den Boden einer Farm. Manches muss ein bisschen verändert werden, aber das sind Kleinigkeiten. Was weiterhin sinnvoll ist und von mir ohnehin erwogen wurde, ist der Verringerung der Zahl der Mitspieler. Charaktere kann man bündeln. Weniger wichtige Rollen können auch in anderen integriert oder einfach weggelassen werden.

Da ich diese Geschichte nie beendet habe, ist auch das Ende auf dem Traumschiff offen. Ein Happyend beim Kapitänsdinner ist also möglich.

Up’n away

(Lesen?)

Worum geht es hier? Nach der Au-pair-Zeit seiner Geliebten kommt sie nicht nach Berlin zurück. Der Held der Geschichte trifft die Freundin des Au-pair-Mädchens und begiebt sich auf die Suche. Dass Entführer beteiligt sind und es auf das zu betreuende Mädchen abgesehen haben, macht die Sache langsam kompliziert.

Das ist auch genau der Einstieg in die Traumschiff-Welt: Die Suche lasse ich direkt auf dem Schiff beginnen. Beim Landgang in L.A. kommt es dann zum Showdown. Alle anfänglichen Verwirrungen lassen sich super auf das Schiff projizieren, so dass die Entführung und eventuelle Verfolgungsjagden in Los Angeles auf dem Land nur noch die Kirsche auf der Sahne sind.

Auch hier habe ich das Ende im Kopf. Ohne schon zu spoilern… es passt.

Nur Mut

Wenn wir alle unsere unveröffentlichten Geschichten der Traumschiff-Crew zur Verfügung stellen würden, bin ich mir sicher, dass es wieder ein Relaunch der Traumschiff-Idee gibt. Zugegeben klingt „Das Traumschiff by Matthias Schröder“ nicht so stark, aber ich freue mich auf „Das Traumschiff by Sebastian Fitzek“ oder “ … by John Grisham“.

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